Uhrwerk im Detail

Bifora Kaliber 115


Das Caliber gibt es als 115 und 115/1 mit und ohne Datum (ohne Schnellkorrektur).
Bei dem Caliber 115/1 ist die Ankerbrücke mit festem Anschlag statt mit Begrenzungsstift ausgestattet und es besitzt eine neue Wechselradbrücke mit einer seitlich versetzten Schraube.
Es wurde von 1967 bis 1980 produziert.
Es ist eine solide langlebige Konstruktion mit einer Schlagzahl von 18000 A/h, 11 ½ Linien Platinenkostruktion, Bifora- Stoßsicherung, Ankerhemmung, 2-Schenklige Glucydur- oder Nickelunruhe, zentraler direkt angetriebener Sekunde (SCD = Seconde au centre directe) und Kronradaufzug. Es sind 17 Lagersteine (Jewels) verarbeitet.

Der Service oder die Instandsetzung des Caliber 115 erfordert, dank der servicefreundlichen Konstruktion, keine hohen Ansprüche. Auch bei diesem Caliber haben wir die Bifora-Besonderheit des lose eingelegten Lagersteins für das Sekundenrad in der Brücke oder Kloben des Großbodenrades. Durch verharztes Öl ist der Lagerstein fest im Kloben und fällt beim Reinigen im Ultraschallbad (oder später) gerne heraus. Die Schraube des Sperrrades geht wie üblich nach rechts auf und ist nicht mit 2 zusätzlichen Schlitzen für Linksgewinde gekennzeichnet. Das Zifferblatt wird durch zwei seitliche Schrauben gehalten. Das Caliber 115 ist wie in dieser Zeit üblich in der Mehrzahl in verchromten Gehäusen eingeschalt. Schade das trotz der langen Bauzeit bis 1980 auf eine Erhöhung der Schlagzahl auf 21600A/h verzichtet wurde. Es werden aufgrund der soliden Konstruktion gute Gangwerte erreicht. Dieses Caliber ist auch in den vom Bifora Freundeskreis lancierten Staufer- Landesgartenschau- und der aktuellen Schwäbisch Gmünder Uhr verbaut, allerdings in einer optisch ansprechenden verfeinerten Version, perliert und vergoldet.