Ausstellungen

Januar 2019

Im Bifora Uhrenmuseum tut sich was


Ergebnis einer Bachelorarbeit zum Thema, wie das Museum eigentlich aussehen sollte

Wecker Sonderausstellung im BIFORA Museum in Schwäbisch Gmünd
Die Wecker Sammlung von Roland Anliker zeigt die Wecker Entwicklung im Schwarzwald von 1870 bis 1950 auf.

Eine kleine Zeitreise mit dem ersten Wegwerfartikel des 19. Jahrhunderts
«Dem Wecker»

Die Industrialisierung war der Antreiber, eine billige und gut funktionierende Uhr für Jedermann erschwinglich zu entwickeln. Der industriell gefertigte Wecker wurde, abgeleitet von «Amerikanischen Cottage Uhren» durch die Firma Junghans, Schritt für Schritt entwickelt und erfolgreich verkauft. Bald schon wurde ein Blechwecker, der sogenannte Baby Wecker entwickelt. Das von Junghans hergestellte Werk B10 zu diesem Babywecker wurde danach 30 Jahre in verschiedenste Gehäuse eingesetzt und von verschiedenen Uhrenherstellern kopiert.
Lassen Sie sich überraschen mit welchem Ideenreichtum die Wecker der vergangenen Zeit sich präsentieren und welche Modetrends sie aufgezeigt haben.
Der Erfindergeist der Wecker Produzenten, vorab der Firma Junghans, hat die ganze Uhrengeschichte massgebend geprägt.
Roland Anliker,
Januar 2019

November 2017

Im Bifora Uhrenmuseum tut sich was


Vielleicht würde das Museum so aussehen, wie das Modell der Beiden Studentinnen - wenn der Bifora-Freundeskreis die Mittel dafür hätte.

Ergebnis einer Bachelorarbeit zum Thema, wie das Museum eigentlich aussehen sollte

Aufmerksame Passanten haben es möglicherweise im Vorbeigehen schon bemerkt: Der Eingangsbereich des Bifora Uhrenmuseums wurde vergrößert und neu gestaltet. Der Umbau hat sich gelohnt, denn nun können sich auch größere Gruppen auf eine Zeitreise in die Vergangenheit der Zeitmessung und der Firma Bifora begeben.
Als Sonderausstellung im 1. Stock des Museums ist das Ergebnis der Bachelorarbeit von Tanja Lange und Elissa Motzer zu bewundern. Die beiden HFG Absolventinnen haben im Sommersemester 2017 ein Ausstellungskonzept mit dem Titel "Rund um die Uhr - Neugestaltung des Bifora Uhrenmuseums" entworfen.
"Wir hatten uns zum Ziel gesetzt die Inhalte des bisherigen Museums neu zu konzipieren, zu strukturieren und zu gestalten, sodass die verschiedenen Exponatgruppen und Themen ansprechender präsentiert werden." erzählen die AbsolventinnenTanja Lange und Elissa Motze: "Aufgrund der zergliederten Raumaufteilung des derzeitigen Museums, haben wir das Ausstellungskonzept auf Basis von fiktiven Räumen entwickelt und an einem Modell visualisiert."
Der Bifora.Freundeskreis lätz zum Museumsbesuch an jedem Mittwoch und Sonntag jeweils ovn 14 bis 18 Uhr in die Hauffstraße 2 ein.
Führungen und das spezielle Kinderprogramm sind nach Terminabsprache Tel. 0 71 71 / 8 77 97 28 jederzeit möglich.
Remszeitung Nummer 266,
18. November 2017

Juni 2016

Mautheausstellung bei Bifora


Seit Anfang Juni 2016 schon läuft die Ausstellung über die ehemalige Uhrenfabrik Mautheim Bifora-Museum in der Hauffstr.2 in Schwäbisch Gmünd. Nun geht sie bald zu Ende. Bis zum 15. September diesen Jahres besteht noch Gelegenheit, sie anzuschauen.

Die Firma Mauthe, einst eine bekannte Uhrenfabrik in Villingen-Schwenningen, ereilte das gleiche Schicksal wie die Bifora Uhrenfabrik in Schwäbisch Gmünd : sie ließ sich nicht mehr wirtschaftlich führen und musste geschlossen werden.
Der Biforafreundeskreis e.V. erinnert mit einer Sonderausstellung im Biforamuseum an diese Firma und ihre Erzeugnisse. Mauthe stellte nicht in erster Linie Armbanduhren ( wie Bifora) sondern Wecker und Wanduhren her. Eine Ausnahme bestand in der sogenannten VW-Uhr, die damals Eigentümer eines VW-Pkws erhielten, die mindestens eine Motorleistung von 100.000 Km mit ihrem Fahrzeug schafften.
Zum 15. September wird diese Ausstellung abgeräumt und durch eine Sonderausstellung zu der Remstalgartenschau-Uhr und Entwürfen zu einer Neugestaltung des Biforamuseums ersetzt.
Alle, die die Mauthe-Austellung noch anschauen wollen, sind eingeladen, dies jeweils mittwochs und sonntags Nachmittag von 14 bis 18 Uhr im Bifora-Museum zu tun ( Eintritt frei)
Bifora Freundeskreis e.V.,
31. Juli 2017

14. April 2014

Ausstellungseröffnung "Bifora"


Von links: Hans Peter Reif, Bruno Kunert (Designer des Markenzeichens "8 im Kreis"), OB Richard Amold, Götz Schweitzer, Josef M.Stadl

Die industrielle Blüte der 30er Jahre

Der Bifora-Freundeskreis ist seit 2011 Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie. Zur Ausstellungseröffnung lud der Vorsitzende Götz Schweitzer den Präsidenten der DGC als Festredner ein. Josef M. Stadl hob besonders hervor, dass bei seinem Besuch in Schwäbisch Gmünd vor vier Jahren in einem alten Aktenordner das Ablieferbuch der Firma Bifora an die Chronometerprüfstelle des Landesgewerbeamtes in Stuttgart entdeckt werden konnte. Dieses Buch und weitere Dokumente belegen ca. 2300 geprüfte Armband- Chronometer, Zeitdokumente von einmaliger Bedeutung. Der Bifora-Freundeskreis stellte der DGC die Originalunterlagen zur Digitalisierung zur Verfügung, sodass bei Rechercheanfragen an unsere Bibliothek nun umfassend Informationen zu Bifora-Chronometern zur Verfügung stehen.

Der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, Richard Arnold, dankte dem engagierten Bifora-Freundeskreis für seinen besonderen Beitrag zum Programm der Landesgartenschau 2014 "Zwischen Himmel und Erde". Im ehemaligen Bifora-Fabrikgebäude in der Hauffstraße 2 wird die Zeit der Gmünder Uhrenproduktion wieder lebendig. Durch die Nähe zum Bahnhof und zum Landesgartenschaugelände kann eine große Anzahl an Besuchern erwartet werden.

Die Firma Bifora prägte die Geschichte der Stadt. Allerdings findet sich kaum Literatur zu dem Thema, außer einem Artikel in Klassik Uhren (3/2001) von Hans-Peter Reif, der bei der Ausstellungseröffnung ebenfalls anwesend war.

Die Firma Bifora ist heute fast unbekannt, was erstaunt. Lt. Reif war das Bifora-Kaliber 2025 von 1928 das erste für Armbanduhren konzipierte Formwerk sowie das erste serienmäßige Armbanduhrwerk mit Palettenankerhemmung eines deutschen Herstellers. Vor dem Krieg beschäftigte Bifora 500 Angestellte. Bereits 1951 konnte die Firma als erste Uhrenfabrik in Deutschland ein Automatik-Kaliber vorstellen. Die "B-Automatic" mit dem Kaliber 103 SA war ein 13-liniges Werk. Spitzenmodell war das "Unima-Chronometer ", das 1955 entwickelt wurde. Mit der Produktion dieser Präzisionsuhr begann die Blütezeit für Bifora. in den 60er und 70er Jahren wurden mit mehr als 1000 Mitarbeitern bis zu 4000 Uhren pro Tag produziert und in 42 Länder exportiert. Bis auf Zug- und Spiralfedern konnten alle Teile in der eigenen Produktion gefertigt werden, heute würde man von einer Manufaktur mit hoher Eigenfertigungstiefe sprechen.

Obwohl Bifora in den 70er Jahren eigene Quarz-Werke entwickelt hatte, konnten die Söhne des Firmengründers Josef Bidlingmaier aufgrund der Konkurrenz aus Fernost 1977 den Konkurs nicht vermeiden. Die Fabrik wurde 1978 von Hiranand Gajria, dem indischen Generalimporteur für Bifora, übernommen. Nach der Übernahme wurde mit ca. 150 Beschäftigten u.a. noch die ultraflache "L" -Uhr-Linie hergestellt. Die neuen Eigentümer exportierten ganze Produktionsanlagen nach Indien und fertigten dort das Handaufzugkaliber 91. Der Schwiegersohn Jawahar Kandhari führt noch heute in Schwäbisch Gmünd die Bifora-Handelsvertretung und ermöglichte die Ausstellung, indem er dem Verein Räume in der alten Bifora-Fabrik zur Verfügung stellte.
Dr. Susanne Stadl
MITTEILUNGEN NR. 138 SOMMER 2014

2011

Ausstellung in Waldstetten


Um das Jahr 1910 erkannte Josef Bidlingmaier, dass es eine Entwicklung weg von der Taschenuhr und hin zur Armbanduhr gab. Es wurde ihm auch klar: Wenn er es schaffte, die Armbanduhr für die breite Masse durch Einsatz einer fabrikmäßigen Fertigung zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt zu bringen, würde dies einer aufstrebenden Industrie den Weg öffnen. Das gab, in der Zeit einer großen Arbeitslosigkeit, für Menschen in Schwäbisch Gmünd und dem Umland Arbeit und Brot. Ein Zeugnis davon findet man in der Gemeinde Waldstetten mit vielen noch bekannten ehemaligen Bifora-Mitarbeitern. Diese Verbundenheit wird durch diese Wechselausstellung aufgezeigt. Die Ausstellung nimmt verschiedene Themen aus der Industriegeschichte der Firma Bifora auf vom Lebenslauf des Josef Bidlingmaier über die technische Entwicklung der Firma von 1900 bis zu den 1980er-Jahren. So wird sehr anschaulich die Entwicklung einer Uhrwerksmontage gezeigt anhand der Arbeitsplätze von ca. 1930 bis 1965. Die Uhren mit dem Spitzenprodukt des Chronometerwerkes Kaliber 12 ½-120 sind eines der Hauptthemen. Auch sind Besonderheiten wie die Autofahreruhr und die Krankenschwesteruhr zu bewundern. Die Entwicklung der analogen Quarzuhr nimmt einen breiten Raum ein. Das wichtigste Gestaltungselement einer Uhr ist das Zifferblatt - wie dieses „Gesicht“ der Uhr gefertigt wird, zeigt eindrucksvoll ein Arbeitsablauf. Der Bifora Freundeskreis bedankt sich beim Heimat-Museum Waldstetten für die freundliche Aufnahme und die gute Zusammenarbeit.

2010

Ausstellung im Rathaus


Im Oktober 2010 konnte man einen kleinen Einblick in die Firmengeschichte bei der ersten Ausstellung des Bifora-Freundeskreises im Rathaus von Schwäbisch Gmünd bekommen. Eröffnet wurde die Ausstellung durch den Oberbürgermeister der Stadt, Herrn Richard Arnold, der das Schaffen von Josef Bidlingmaier für Schwäbisch Gmünd in den Zeiten der Arbeitslosigkeit würdigte. Der erste Vorsitzende des Bifora Freundeskreises Götz Schweitzer erläuterte die Firmengeschichte von Bifora und stellte dabei heraus, dass Bifora der zweitgrößte Arbeitgeber in Schwäbisch Gmünd war. Die Ausstellung umfasste fünf Vitrinen sowie zwei Filmdokumente über die Fabrik in den 1950er Jahren. Zu sehen waren in den Vitrinen persönliche Gegenstände von Josef Bidlingmaier. So zum Beispiel der Ehrenbürgerbrief und das Bundesverdienstkreuz, in weiteren Vitrinen historische Uhrmacherwerkzeuge und zahlreiche Armbanduhren der verschiedensten Bifora-Modelle. Eine der Vitrinen enthielt eine Zusammenstellung der heute sehr begehrten Unima-Chronometer mit dem Bifora Handaufzug-Kaliber 120.